LEM-„Energiemarktanalysen“

Überblick
Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt
| Datum | Marktkommentar |
|---|---|
| Dienstag, 2. November 2021 um 09:16 | Strom: Tendenziell schwächer hat sich am Montag der deutsche OTC-Strommarkt zum Start in die neue Woche präsentiert. Der Day-ahead allerdings wurde mit 205,00 Euro/MWh in der Grundlast und 246,00 Euro/MWh in der Spitzenlast gehandelt. Am Freitag mussten für den Montag selbst nur 80 Euro/MWh im Base entrichtet werden. Für den Peak war bis zum Freitagnachmittag kein Handel zustande gekommen. Die Spanne lag zwischen 98 und 102 Euro/MWh.
Der markante Preisanstieg von Montag auf Dienstag entspricht einer sehr viel geringeren Erneuerbaren-Einspeisung, die von den Meteorologen von Eurowind vorhergesagt wird. Für den Mittwoch erwartet der Wetterdienst sogar noch geringere Einspeisemengen. Wegen des Allerheiligen-Feiertages in einigen deutschen Bundesländern war die Nachfrage am Berichtstag etwas gedämpft. Am langen Ende zeigte sich das Cal 22 infolge der Abgaben bei Kohle und Gas mit einem Minus von 2,80 Euro auf 106,20 Euro/MWh. CO2: Abwärts ging es am Montag für den CO2-Markt. Der Dec 21 verlor bis gegen 15.15 Uhr 1,23 Euro auf 57,48 Euro/Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 2,2 Mio. Zertifikate. Das Tief betrug 57,00 Euro, das Hoch 60,45 Euro/Tonne CO2. Der Dec-21-Termin konnte seine im frühen Geschäft gesehenen Gewinne nicht halten und und verlor in zwei Schüben um 13.00 Uhr und um 15 Uhr deutlich. Erdgas: Die nordwesteuropäischen Gaspreise haben sich am Montagnachmittag uneinheitlich gezeigt. Im frühen Geschäft waren noch deutlich höhere Preise gezahlt worden, als Meldungen über einen Reverse Flow (Gasfluss von West nach Ost) über den Grenzübergangspunkt Mallnow und Beschädigungen einer Pipeline in Bulgarien den Markt beunruhigten. Laut einer Meldung der bulgarischen Gastransportgesellschaft Bulgartransgaz ist der Fluss russischen Gases über Bulgarien nach Serbien und Ungarn unterbrochen. Die Lieferungen nach Rumänien konnten zum Teil wieder aufgenommen werden. |
| Mittwoch, 3. November 2021 um 09:28 | Strom: Tendenziell fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Dienstag präsentiert. Der Day ahead gewann vor dem Hintergrund einer weiterhin sehr geringen Erneuerbaren-Einspeisung im Base 0,25 auf 205,25 Euro je Megawattstunde. Im Peak ging es hingegen 4,00 auf 242,00 Euro je Megawattstunde nach unten. Laut den Meteorologen von Eurowind wird das Erneuerbaren-Aufkommen bis einschließlich Donnerstag schwach bleiben, sich dann aber Schritt für Schritt zügig erweitern. Für den Sonntag rechnet Eurowind mit knapp 29.000 MW erneuerbaren Strom im Base. Das US-Wettermodell rechnet für den 13. November mit einer weiteren ausgeprägten Windspitze. Die Temperaturen dürften sich auf Sicht von zwei Wochen den Amerikanern zufolge eng am Saisondurchschnitt orientieren. Für den 8. bis 12. November prognostiziert das Modell allerdings eine leichte Abweichung nach unten. Am langen Ende des Strommarktes gewann das Cal 22 bis gegen 14 Uhr vor dem Hintergrund festerer CO2- und zum Teil auch Gaspreise 2,35 auf 108,55 Euro je Megawattstunde.CO2: Gewinne haben auch die CO2-Preise am Dienstag verzeichnet. Der Dec 21 erhöhte sich bis gegen 13.20 Uhr um 1,16 auf 58,10 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 13,5 Mio. Zertifikate. Das Hoch lag bei 58,30 Euro, das Tief bei 56,90 Euro. Die Zertifikate waren im frühen Geschäft gestiegen und erreichten kurz nach 11 Uhr mit einem kleinen Sprung ihr Tageshoch. Danach notierte der Dec 21 seitwärts-abwärts, wobei die Untergrenze von 58 Euro im Wesentlichen intakt blieb.Erdgas: Uneinheitlich haben sich die europäischen Gaspreise am Dienstag präsentiert, wobei das kurze Ende eher zulegte, während am langen Ende Verluste registriert wurden. An niederländischen TTF gewann der Day-ahead bis gegen 14 Uhr 3,00 auf 67,40 Euro je Megawattstunde. Der Dezember legte 0,80 auf gleichfalls 67,40 Euro zu. Am deutschen THE ging es für den Day-ahead um 2,35 auf 66,55 Euro hinab. Der Dezember gewann 2,18 auf 67,28 Euro. Am Grenzübergangspunkt Mallnow verlief der Gasfluss weiter in Richtung West nach Ost. Die Stromflüsse in Velke Kapusany waren am Montag auf 456 GWh/Tag zurückgegangen, nachdem sie am Wochenende bei rund 640 GWh/Tag gelegen hatten und im Oktober relativ stabil 780 GWh/Tag betragen hatten. |
| Donnerstag, 4. November 2021 um 09:08 | Strom: Überwiegend fest hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Mittwochnachmittag präsentiert. Der Day ahead zeigte sich aufgrund der für den Donnerstag im Vergleich zum Mittwoch höher erwarteten Erneuerbaren-Einspeisung im Base allerdings mit einem Minus von 27,00 auf 178,25 Euro je MWh. Der Peak sank 34,50 auf 207,50 Euro je MWh. Die Meteorologen von Eurowind gehen auch für die Folgetage bis einschließlich Sonntag von einer Schritt für Schritt steigenden Windeinspeisung aus. Uneins sind sich das europäische und das US-Wettermodell über die Witterung in der neuen Woche. Während das europäische Modell einen kleinen Kälteeinbruch erwartet, gehen die Amerikaner von milderer Witterung aus. Im US-Modell zeigt sich auch deutlich mehr Windeinspeisung als in der europäischen Vorhersage.
Am langen Ende präsentierte sich das Cal 22 mit einem satten Zugewinn von 7,05 auf 115,60 Euro. Maßgeblich hierfür waren die wieder deutlich höheren Preise für Erdgas und Kohle. CO2: Etwas fester hat sich der CO2-Markt am Berichtstag präsentiert. Der Dec 21 gewann bis gegen 13.55 Uhr 0,39 auf 59,88 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 12,9 Mio. Zertifikate. Das Tageshoch lag bei 60,20 Euro, das Tief bei 59,08 Euro. Der Dec-21-Kontrakt machte kurz nach 9 Uhr einen Move nach oben. Das bisherige Tageshoch war gegen 10.30 Uhr erreicht. Danach stellte sich ein Auf und Ab am CO2-Markt ein. Erdgas: Überwiegend fest haben sich die europäischen Gaspreise am Mittwoch gezeigt. Der Day ahead am niederländischen TTF gewann bis 14.00 Uhr 4,53 auf 72,50 Euro je MWh. Der Frontmonat Dezember gewann 6,15 auf 74,15 Euro zu. Für den Januar ging es um 6,85 auf 74,20 Euro nach oben. Am deutschen THE gewann der Dezember 5,20 auf 73,08 Euro. Mit ausschlaggebend für die steigenden Preise dürfte die wachsende Nervosität bezüglich der vom russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin für die neuen Woche angekündigten zusätzlichen Gaslieferungen nach Europa sein. Am Grenzübergangspunkt Mallnow findet weiterhin ein Reverse Flow von West nach Ost statt. In ersten Berichten über den Vorgang hatte es dagegen geheißen, dass er bis zum 2. November abgeschlossen sein soll. Gazprom hat überdies keine Quartalsbuchungen von Kapazitäten über die Ukraine und Polen vorgenommen. Damit bleibt es weiterhin fraglich, wie der russische Gasversorger das zusätzliche Gas nach Europa transportieren will. Dämpfend dürften sich allerdings die deutlich gestiegenen Nominierungen russischen Gases über Kapusany auswirken. Dort sind die Gasflüsse nach Europa auf 714 GWh pro Tag von 527 GWh am Dienstag gestiegen. Am späteren Nachmittag machten Medienberichte mit Hinweis auf die Internetseite von Gascade die Runde, wonach der Reverse Flow nur noch am Berichtstag Bestand haben soll. |
| Freitag, 5. November 2021 um 09:04 | Strom: Tendenziell etwas fester hat sich am Donnerstag der deutsche OTC-Strommarkt gezeigt. Der Day-ahead allerdings verlor in der Grundlast 21,75 Euro auf 156,50 Euro/MWh und in der Spitzenlast 29,50 Euro auf 178 Euro/MWh. Zurückzuführen sind die Abgaben gegenüber dem Vortag auf die höhere Erneuerbaren-Einspeisung, die für den Freitag erwartet wird. Aktuell nehmen die Einspeisemengen Anlauf zu einer Windspitze, die für den Sonntag prognostiziert wird.
Am langen Ende des Strommarktes gewann das Cal 22 in einem durchwachsenen Umfeld bis gegen 14.00 Uhr um 0,70 Euro auf 116,30 Euro/MWh. Unterstützung für die Energiemärkte kam von den europäischen Aktienmärkten. CO2: Der CO2-Markt zeigte sich am Donnerstag in volatilem Handel etwas fester. Der Dec 21 gewann am Donnerstagnachmittag bis gegen 16.15 Uhr 0,05 Euro auf 59,87 Euro je Tonne. Das Tageshoch lag bei 61,45 Euro, das Tief bei 59,75 Euro/je Tonne CO2. Die Notierungen waren schon im frühen Geschäft ab 9.00 Uhr nach oben gegangen und erreichten gegen 10.00 Uhr ein erstes Hoch. Der nachmittägliche Ausflug weit über die 60-Euro-Marke blieb aber letztlich folgenlos, weil die Notierungen ebenso schnell zurückkamen, wie sie nach oben geklettert waren. Erdgas: Tendenziell leichter hat sich am Donnerstag der nordwesteuropäische Gasmarkt gezeigt. er Day-ahead am kontinentaleuropäischen Leitmarkt, dem niederländischen TTF, sank bis gegen 14.45 Uhr um 4,83 Euro auf 73,28 Euro/MWh. Der Dezember fiel 2,84 Euro auf 73,70 Euro/MWh. Am Grenzübergangspunkt Mallnow fließen die Gasströme wieder in die übliche Richtung von Ost nach West mit 126.000 MWh pro Tag, was sich preisdämpfend ausgewirkt haben dürfte. Das Angebot aus Norwegen ist stabil. Ein bullisher Faktor sind allerdings die Wetterprognosen des Europäischen Wettermodells, wonach in den kommenden 14 Tagen durchgehend mit einem unterdurchschnittlichen Windangebot zu rechnen ist. |
| Montag, 8. November 2021 um 09:02 | Strom: Tendenziell leichter hat sich am Freitag der deutsche OTC-Strommarkt präsentiert. Der Montag wurde im Base mit 166,00 Euro je Megawattstunde gehandelt. Für den Peak war bis zum Freitagnachmittag noch kein Handel zustande gekommen. Die Spanne lag zwischen 206 und 220 Euro je Megawattstunde. Am Donnerstag mussten für den Freitag selbst 156,50 Euro im Base entrichtet werden. Für den Peak betrug der Preis 178 Euro.
Die Meteorologen von Eurowind rechnen für die neue Woche mit einer recht moderaten Windeinspeisung. Laut dem US-Wettermodell kann es um den 15.11. zwar zu einer neuen Windspitze kommen. Diese dürfte aber weniger ausgeprägt sein als die für den 7.11. avisierte. Was die Temperaturentwicklung für die zweite Novemberwoche angeht, sind sich das amerikanische und das europäische Wettermodell nicht einig. Das US-Modell rechnet mit eher milder Witterung, den Europäern zufolge könnte es dagegen kalt werden. Am langen Ende des Strommarkts verlor das Frontjahr in einem eher negativen Umfeld bis gegen 14.00 Uhr 2,25 auf 114,05 Euro. CO2: Aufwärts ging es am Freitag für den CO2-Markt. Der Dec 21 gewann bis gegen 13.30 Uhr 0,75 auf 60,61 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 14,9 Millionen Zertifikate. Das gegen 11:00 Uhr erreichte Hoch lag bei 61,23 Euro, das Tief bei 59,60 Euro. Am Vortag hatte der Dec-21-Termin knapp unter 60 Euro geschlossen, nachdem er sich den Nachmittag über bereits deutlich jenseits der 60er-Marke getummelt hatte. Am Berichtstag knüpfte der Termin an diese Performance an. Erdgas: Am niederländischen TTF verlor der Dezember bis gegen 14 Uhr 0,240 auf 73,200 Euro je Megawattstunde. Der Januar gab 0,225 auf 73,160 Euro ab. Auffallend sei das geringe Volumen gewesen, so ein Händler. Der Markt warte offenbar die Entwicklung in der nächsten Woche ab, um dann in die ein oder andere Richtung auszubrechen. Kurzfristig könnten die versprochenen höheren russischen Ausfuhren über die Ukraine oder Polen nach Europa gelangen. Doch Gazprom scheine zu zögern, seinen Transit durch die Ukraine zu nutzen. Zudem sind die Ströme über Polen für November durch die gebuchte monatliche Netto-Einspeisekapazität von 190 Gigawattstunden (GWh)/Tag über Mallnow von Polen nach Deutschland und 324 GWh/Tag Einspeisekapazität in Kontratki begrenzt, sofern keine zusätzlichen Day-ahead-Buchungen vorgenommen werden. Unterdessen ist der Preis für LNG zur Lieferung im Dezember in Nordostasien im Wochenvergleich um 5 Prozent gefallen, womit sich der dritte wöchentliche Preisrückgang in Folge ergeben hat. Der LNG-Export nach Europa wird dadurch gestärkt. |
| Dienstag, 9. November 2021 um 09:03 | Strom: Überwiegend fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt zum Start in die neue Woche präsentiert. Der Day-ahead wurde mit 174,50 Euro/MWh in der Grundlast und 189,00 Euro/MWh in der Spitzenlast gehandelt. Am Freitag mussten für den Montag selbst nur 166,00 Euro/MWh im Base entrichtet werden. Für den Peak war bis zum Freitagnachmittag kein Handel zustande gekommen.
Laut den Meteorologen von Eurowind soll die Windeinspeisung bis einschließlich Freitag ab Mittwoch sogar noch unterhalb des recht schwachen Niveaus von Montag und Dienstag liegen. Erst am Samstag soll die Windeinspeisung deutlich anspringen. Am langen Ende zeigte sich das Cal 22 infolge eines freundlichen Umfeldes mit einem Plus von 1,85 Euro auf 115,90 Euro/MWh . CO2: Aufwärts ging es am Montag für den CO2-Markt. Der Dec 21 gewann bis gegen 13.55 Uhr 0,63 Euro auf 60,02 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 12,6 Mio. Zertifikate. Das Tief betrug 59,80 Euro, das Hoch 61,12 Euro/Tonne CO2. Das Tageshoch war schon gegen 9.30 Uhr erreicht, danach bröckelten die Notierungen tendenziell wieder ab. Erdgas: Die nordwesteuropäischen Gaspreise haben sich am Montagnachmittag fester gezeigt. Am niederländischen TTF gewann der Day-ahead bis gegen 15 Uhr 3,60 Euro auf 76,00 Euro/MWh. Der Dezember legte 2,65 Euro auf 77,25 Euro/MWh zu. Am deutschen THE gewann der Day-ahead 1,10 auf 76,30 Euro/MWh. Händlern zufolge fokussiert sich der Gasmarkt auf die von russischer Seite avisierten zusätzlichen Gaslieferungen, die spätestens ab Dienstag fließen sollen. Die Gasflüsse über Mallnow in den Westen wurden am Berichtstag mit sehr niedrigen 40.000 MWh pro Tag renominiert, gegenüber 79.000 MWh am Freitag und gegenüber erneut umgekehrten Strömen von Deutschland nach Polen mit 32-35.000 MWh pro Tag am Wochenende. Die Stromflüsse von Velke Kapusany wurden mit 796.000 MWh/Tag und damit seitwärts nominiert. Die Durchflussmengen von Nord Stream 1 bewegten sich seitwärts mit 1,762 Mio. MWh/Tag. |
| Mittwoch, 10. November 2021 um 09:19 | Strom: Uneinheitlich hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Dienstag präsentiert. Der Day-ahead gewann vor dem Hintergrund einer weiter rückläufigen Erneuerbaren-Einspeisung im Base 22,50 auf 197,00 Euro je Megawattstunde. Im Peak ging es 44,00 auf 233,00 Euro je Megawattstunde nach oben. Laut den Meteorologen von Eurowind wird das Erneuerbaren-Aufkommen bis einschließlich Freitag schwach bleiben. Erst für das Wochenende wird wieder deutlich mehr Wind avisiert. Am Vortag war allerdings noch eine ausgeprägtere Windspitze gesehen worden. Infolgedessen legte das Weekend deutlich zu. Nach der jüngsten Prognose des US-Wettermodells sollen die Temperaturen in den kommenden zwei Wochen recht mild bleiben, jedoch parallel zum Saisontrend zurückgehen. Außerdem wird eine zumeist unterdurchschnittliche Windeinspeisung erwartet. Am langen Ende des Strommarktes zeigte sich das Cal 22 bis gegen 14 Uhr unverändert mit 115,90 Euro je Megawattstunde.
CO2: Etwas fester hat sich der CO2-Markt am Dienstag präsentiert. Der Dec 21 erhöhte sich bis gegen 13.40 Uhr um 0,18 auf 60,61 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 16,7 Mio. Zertifikate. Das Hoch lag bei 61,40 Euro, das Tief bei 59,85 Euro. Der Markt hatte nach der Veröffentlichung der Auktionsergebnisse an Fahrt aufgenommen. Das Tageshoch war noch vor zwölf Uhr erreicht. Danach bröckelten die Kurse wieder ab. Der Dec-21-Termin hat sich in den vergangenen Tagen an die Marke von 60 Euro herangerobbt und diese auf Schlusskursbasis überwunden. Trotzdem bleiben die Analysten von Clear Blue Markets bei ihrer Neutral-Einstufung für das Europäische Emissionshandelssystem sowohl in technischer als auch in fundamentaler Hinsicht. Als nächsten Widerstand haben die Analysten die Marke von 61,37 US-Dollar ausgemacht. Ein weiterer Haltepunkt auf dem Weg nach oben sind die 65,35 Euro. Unterstützung befindet sich bei 59,96 Euro, dann bei 58,92 Euro und 57,94 Euro. Fundamental etwas Unterstützung könnten der CO2-Markt durch die erwartete kühlere Witterung und das nur moderate Windaufkommen in der kommenden Woche erhalten, wodurch sich der Rückgriff auf fossile Energieträger erhöhen dürfte. Belastend für die Preise wird sich hingegen ein Rückgang bei den Gaspreisen auf den CO2-Markt auswirken. Gas könnte dank höherer Lieferungen aus Russland preislich an Boden verlieren. Erdgas: Uneinheitlich haben sich die europäischen Gaspreise am Dienstag präsentiert, wobei das kurze Ende eher zulegte, während am langen Ende Verluste registriert wurden. An niederländischen TTF verlor der Day ahead bis gegen 15.30 Uhr 2,325 auf 75,675 Euro je Megawattstunde. Der Dezember fiel 3,35 auf 74,90 Euro. Die Gasflüsse über Mallnow wurden am Berichtstag mit 209 GWh/Tag renominiert − das ist die höchste Menge der vergangenen Wochen, entspricht aber ziemlich genau den Oktober-Werten. Am Montag wurden über Mallnow nur 35 GWh/Tag beobachtet. Für Velke Kapusany wurden für den Berichtstag 903 GWh/Tag nominiert, was einem Anstieg von 102 GWh/Tag gegenüber dem Vortag entspricht. Der Anstieg der VK-Nominierungen für den Berichtstag spiegelt die Buchung von 110 GWh/Tag zusätzlicher Day-ahead-Kapazität über diese Route wider. „Die höheren Gasströme in den Westen haben die Märkte beruhigt“, so MBI-Research-Director Peter Fertig. „Natürlich wäre dieser Effekt größer gewesen, wenn Gazprom den Hahn noch weiter aufgedreht hätte. Anderseits will auch Gazprom von den derzeitigen hohen Preisen profitieren und presst deswegen nicht das allerletzte Gasmolekül durch die Leitungen. Hätte die EU nicht den Fehler begangen, von langfristigen, ölindexierten Preisen auf Börsenpreise und insbesondere auf den Spotmarkt umzustellen, wäre es zu diesen hektischen Preisausschlägen nicht gekommen, die Anpassungen wären weitaus gedämpfter erfolgt.“ |
| Donnerstag, 11. November 2021 um 09:05 | Strom: Schwächer hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Mittwochnachmittag präsentiert. Der Day ahead fiel im Base um 14,75 auf 182,25 Euro je Megawattstunde. Der Peak sank um 36,00 auf 197,00 Euro je Megawattstunde.
Laut den Meteorologen von Eurowind soll die Erneuerbaren-Einspeisung bis zum Freitag schwach bleiben. Am Wochenende nehmen laut der Prognose des US-Wettermodells die Windeinspeisemengen sukzessive zu bis zu einer Windspitze, die für den kommenden Montag avisiert ist. Die Temperaturen sollen sich diese und kommende Woche zumeist oberhalb des Saisondurchschnitts bewegen. Am langen Ende zeigte sich das Cal 22 mit einem erheblichen Abschlag von 8,25 auf 107,65 Euro. Die niedrigeren Preise am Strommarkt seien dank der Abgaben bei Kohle und Gas zustande gekommen, so ein Händler. Von den europäischen Aktienmärkten kam am Mittwoch keine Unterstützung für die Energiemärkte. CO2: Fester hat sich der CO2-Markt am Berichtstag präsentiert. Der Dec 21 gewann bis gegen 13.30 Uhr 0,49 auf 60,90 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 9,7 Mio. Zertifikate. Das Tageshoch lag bei 60,95 Euro, das Tief bei 59,81 Euro. Nach schwächerem Beginn erreichte der Dec-21-Termin mit einem Aufwärtsmove gegen 9.30 Uhr positives Terrain. Erdgas: Schwach haben sich die europäischen Gaspreise am Mittwoch gezeigt. Sie reagierten damit auf die zusätzlichen russischen Gaslieferungen, die sich gegenüber dem Vortag noch verstärkten. Der Day ahead am niederländischen TTF verlor bis 15.00 Uhr 5,60 auf 71,00 Euro je Megawattstunde. Der Frontmonat Dezember sank um 5,70 auf 64,30 Euro. Für den Januar ging es um 10,55 auf 64,41 Euro nach unten. Am deutschen THE sank der Dezember 14,05 auf 64,15 Euro. Die Mallnow-Gaslieferungen wurden für Mittwoch mit 300 GWh/Tag renominiert, was gegenüber den am Dienstag beobachteten 215 GWh/Tag ein Anstieg ist und das höchste Volumen seit Wochen darstellt. Das im September beobachtete Niveau von 700 GWh/Tag ist allerdings noch lange nicht erreicht. Es ist laut Händlern unwahrscheinlich, dass die Ströme weiter steigen, da nur 325 GWh/Tag der Mallnow-Einspeisekapazität für November gebucht wurden. Die Durchflussmenge für Velke Kapusany wird für Mittwoch mit 999 GWh/Tag angegeben. Das ist ein Anstieg gegenüber den am Dienstag beobachteten 926 GWh/Tag und steht im Gegensatz zu den üblichen Durchflussmengen von unter 800 GWh/Tag, die in den vergangenen Monaten verzeichnet wurden. Am Dienstag wurden zusätzliche 19,2 Mio. m3 pro Tag Kapazität für den Berichtstag gebucht − der zweite Tag in Folge, an dem Day-ahead-Kapazität gebucht wurde. Am Dienstag kamen zusätzliche 10 Mio. m3 über Velke Kapusany aus Russland. Die Durchflüsse via Nord Stream 1 waren am Mittwoch mit 1.753 GWh/Tag leicht erhöht. |
| Freitag, 12. November 2021 um 09:04 | Strom: Tendenziell fester hat sich am Donnerstag der deutsche OTC-Strommarkt gezeigt. Der Day-ahead allerdings verlor in der Grundlast 14,25 Euro auf 168,00 Euro/MWh und in der Spitzenlast 13,00 Euro auf 184 Euro/MWh. Zurückzuführen sind die Abgaben beim Day-ahead gegenüber dem Vortag auf die höhere Erneuerbaren-Einspeisung, die für den Freitag erwartet wird. Aktuell nehmen die Einspeisemengen Anlauf zu einer Windspitze, die je nach Wetterdienst für den Sonntag oder Montag prognostiziert wird. Am langen Ende legte das Strom Cal 22 dank des freundlichen Umfeldes der Energiemärkte um 4,00 Euro auf 111,65 Euro/MWh zu.
CO2: Der Markt zeigte sich am Donnerstag leichter. Der Dec 21 verlor am Donnerstagnachmittag bis gegen 13.35 Uhr 0,82 Euro auf 62,34 Euro/Tonne. Das Tageshoch lag bei 63,13 Euro, das Tief bei 62,07 Euro/Tonne CO2. Nach den massiven Gewinnen im Nachmittagshandel vom Mittwoch war das Geschäft vom Donnerstag wahrscheinlich infolge von Gewinnmitnahmen von Anfang an durch Abgaben geprägt. Erdgas: Nach den Abgaben vom Vortag wieder fester hat sich am Donnerstag der nordwesteuropäische Gasmarkt trotz weiterhin erhöhter russischer Gasflüsse gezeigt. Am Markt gebe es viel Misstrauen, was die Nachhaltigkeit der russischen Zusagen betreffe, so ein Händler. Für Unruhe könnten auch Drohungen des belarussischen Staatspräsidenten Lukaschenko sorgen, die Jamal-Pipeline für Gas in Richtung Westeuropa zu sperren. Der Day-ahead am kontinentaleuropäischen Leitmarkt, dem niederländischen TTF, gewann bis gegen 14.45 Uhr um 1,60 Euro auf 71,75 Euro/MWh. Der Dezember stieg 2,03 Euro auf 72,93 Euro/MWh, der Januar kletterte um 3,42 Euro auf 72,05 Euro/MWh. Am THE erhöhte sich der Day ahead um 4,20 Euro auf 72,40 Euro/MWh. Die russischen Gas-Importe über Mallnow zeigten sich weiter volatil. Die jüngste Renominierung von Donnerstagmorgen lag bei 189.000 MWh/Tag und damit unter dem Durchschnitt vom Mittwoch. Die russischen Stromflüsse über Nord Stream waren am Donnerstagmorgen stabil bei 1,749 Mio. MWh/Tag. |
| Montag, 15. November 2021 um 09:03 | Strom: Tendenziell fester hat sich am Freitag der deutsche OTC-Strommarkt präsentiert. Der Montag wurde im Base mit 202 Euro je Megawattstunde gehandelt. Für den Peak war bis zum Freitagnachmittag noch kein Handel zustande gekommen. Die Spanne lag zwischen 235 und 266 Euro je Megawattstunde. Am Donnerstag mussten für den Freitag selbst 168 Euro im Base entrichtet werden. Für den Peak betrug der Preis 184 Euro. Das US-Wettermodell geht für die neue Woche von recht milden Temperaturen in Deutschland aus. Die Windeinspeisung dürfte sich laut diesen Angaben volatil um den Saisondurchschnitt bewegen. Am langen Ende des Strommarkts gewann das Frontjahr vor allem aufgrund wieder steigender Gaspreise bis gegen 14:00 Uhr 2,80 auf 114,45 Euro.CO2: Seitwärts ging es am Freitag für den CO2-Markt. Der Dec 21 gewann bis gegen 13:30 Uhr 0,13 auf 63,83 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 16,6 Mio. Zertifikate. Das gegen 10:00 Uhr erreichte Hoch lag bei 64,49 Euro und markierte dabei einen Ausbruch aus der für den Freitag etablierten Trading-Range. Als Anschlusskäufe ausblieben, kamen die Notierungen schnell wieder zurück.Erdgas: Die Gaspreise haben sich am Freitag fest präsentiert. Am niederländischen TTF gewann der Day ahead 5,050 auf 75,050 Euro je Megawattstunde. Der Dezember kletterte 1,000 auf 76,025 Euro. Am THE verbesserte sich der Day ahead um 4,425 auf 76,000 Euro. Der Markt hatte am Donnerstag mit Kursgewinnen auf die Drohung des belarussischen Staatspräsidenten Alexander Lukaschenko reagiert, bei einer Zuspitzung des Flüchtlingsstreits mit der EU die Gasversorgung Westeuropas über die Jamal-Pipeline zu unterbrechen. Die Versicherung Moskaus vom Berichtstag, man wolle an den Durchleitungen festhalten, dämpfte ein wenig die Sorgen. Unterdessen floss am Berichtstag etwas weniger russisches Gas nach Westen als am Donnerstag. Während die Importe über Velke Kapusany stabil blieben, wurden für Nord Stream und Mallnow etwas reduzierte Mengen angegeben. Der Markt sei weiterhin sehr nervös und verunsichert, hieß es von Händlern. Ein ungeplanter Ausfall der norwegischen Aufbereitungsanlage, die Gas über Emden und Dornum auf den Kontinent liefert, führte zu einem Rückgang der Lieferungen nach Nordwesteuropa um rund 350 Gigawattstunden/Tag im Vergleich zu Donnerstag. Die Störungen sollen aber laut Gassco spätestens am Sonntag behoben sein. |
| Dienstag, 16. November 2021 um 08:51 | Strom: Fester hat sich am Montag der deutsche OTC-Strommarkt präsentiert. Der Day-ahead wurde im Base mit 235 Euro/MWh und im Peak mit 275 Euro/MWh gehandelt. Am Freitag mussten für den Montag selbst 202 Euro/MWh im Base entrichtet werden. Für den Peak war bis zum Freitagnachmittag kein Handel zustande gekommen. Die Spanne lag zwischen 235 und 265 Euro/MWh. Maßgebend für die höheren Preise für den Dienstag ist die Dunkelflaute, die die Wetterdienste für diesen Tag vorhersagen.
Laut Eurowind sollen nur knapp 1,2 Mio. MW Erneuerbaren-Strom anfallen. Mit deutlich mehr Wind und recht milden Temperaturen soll es dann ab Mittwoch weitergehen. Das US-Wettersystem geht von einer kälteren und recht windarmen Witterungsperiode erst ab Montag der kommenden Woche aus. Am langen Ende des Strommarkts gewann das Frontjahr vor allem aufgrund wieder steigender Preise für Emissionszertifikate und für Gas bis gegen 14.00 Uhr 4,20 auf 118,65 Euro/MWh. CO2: Aufwärts ging es am Montag für den CO2-Markt. Der Dec 21 gewann bis gegen 13.35 Uhr 1,14 auf 64,41 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 13,9 Mio. Zertifikate. Das gegen 12.00 Uhr erreichte Hoch lag bei 64,92 Euro, das Tief bei 63,55 Euro/Tonne. Möglicherweise habe der Markt aus dem Ergebnis der Klimakonferenz in Glasgow etwas Schwung bezogen, so Marktbeobachter. Eine gut ausgefallene Auktion schob die Notierungen gleichfalls nach oben. Nach 12 Uhr bröckelten die Notierungen indessen etwas ab. Mit Preisen an die 65 Euro/Tonne nähert sich der Dez-21 wieder seinem Allzeithoch und einer entsprechenden Widerstandszone. Erdgas: Die Gaspreise haben sich am Montag fester präsentiert. Am niederländischen TTF gewann der Day-ahead 3,45 auf 78,50 Euro/MWh. Der Dezember kletterte 3,850 auf 79,20 Euro |
| Mittwoch, 17. November 2021 um 09:07 | Strom: Überwiegend fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Dienstag gezeigt. Der Day ahead verlor allerdings in der Grundlast 57,55 auf 177,45 Euro je Megawattstunde und in der Spitzenlast 71,00 auf 204,00 Euro je Megawattstunde. Die Erneuerbaren-Einspeisung dürfte mit mehr als 16.000 MW am Mittwoch deutlich höher ausfallen als noch am Dienstag. Für die folgenden Tage sehen die Meteorologen einen weiteren Anstieg der Stromproduktion aus Wind und Sonne. Ab Samstag dürften die Einspeisemengen aber bereits wieder etwas zurückgehen. Zwischen dem 17. und dem 20. November erwartet das US-Wettermodell überdurchschnittliche Mengen an Windstrom, anschließend sollen die Werte wieder unter das saisonale Mittel fallen.
Die Temperaturen dürften etwa bis zum 23. November etwas über dem Durchschnitt liegen. Für den Dezember deuteten aktuelle Prognosen auf eher kühles Wetter hin, war weiter zu hören. Der Markt glaube diesen Erwartungen aber eher nicht, sagte ein Händler. In den vergangenen Wochen sei es häufig so gewesen, dass die erwarteten geringeren Temperaturen dann doch nicht eingetreten seien. Am langen Ende des Strommarktes gewann Cal 22 7,55 auf 126,20 Euro je Megawattstunde. Das dominierende Thema im gesamten Energiekomplex sei am Dienstag die Aussetzung des Zertifizierungsverfahrens für die Gaspipeline Nord Stream 2 durch die Bundesnetzagentur gewesen, sagte ein Marktteilnehmer. CO2: Mit einem deutlichen Plus hat sich der CO2-Markt am Dienstag gezeigt, nachdem es bereits am Vortag ein gutes Stück nach oben gegangen war. Der Dec 21 gewann bis gegen 14.00 Uhr 1,40 auf das neue Allzeithoch von 67,33 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden knapp 21 Mio. Zertifikate. Das Tageshoch lag bei 67,75 Euro, das Tief bei 66,17 Euro. Marktteilnehmer sehen angesichts der hohen Gaspreise und der positiven Grundstimmung nach der Klimakonferenz weiteres Aufwärtspotenzial. Erdgas: Teils kräftig nach oben ging es am Berichtstag für die europäischen Gaspreise. Der Day ahead am niederländischen TTF gewann bis gegen 14 Uhr 7,65 auf 87,15 Euro je Megawattstunde. Der Dezember verteuerte sich um 7,60 auf 87,85 Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE ging es für den Day-ahead um 11,20 auf 87,20 Euro nach oben. Die Nachricht, dass die Bundesnetzagentur das Zertifizierungsverfahren für Nord Stream 2 ausgesetzt hat, stützte den Gasmarkt am Dienstag. Zuvor war bekannt geworden, dass auch der ukrainische Übertragungsnetzbetreiber GTSOU sowie der ukrainische Energiekonzern Naftogaz in dem Verfahren angehört werden sollen, was bereits weitere Komplikationen und Verzögerungen bei der Zertifizierung nahegelegt hatte. Angesichts dieser Nachrichtenlage sei die Nervosität am Gasmarkt wieder erheblich gestiegen, sagte ein Marktteilnehmer. Zusätzlich stützten am Berichtstag auch geringere Lieferungen aus Norwegen sowie geringere LNG-Aussendungen. Russland hat unterdessen für Dezember erneut weniger Gastransportkapazitäten gebucht als vom Markt erwartet. Am Berichtstag lagen die russischen Exporte via Mallnow und Velke Kapusany in etwa auf Vortagesniveau. |
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